Gündelhart ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Homburg im ehemaligen Bezirk Steckborn, heute Bezirk Frauenfeld, im Schweizer Kanton Thurgau.

Der Ort hat ca. 63 Einwohner und liegt auf 605 m ü. M. Die Postleitzahl ist, wie die des Nachbardorfes Hörhausen, 8507.

Bis 1953 war Gündelhart der Name der Ortsgemeinde, danach und bis zur Fusion mit Homburg Gündelhart-Hörhausen.

Um 880 wird der Ort erstmals als Gundelinhart urkundlich erwähnt. In Gündelhart war die Abtei Reichenau begütert. Nach einigen Besitzerwechseln werden um 1510 die Familie Lanz von Liebenfels als Gerichtsherrin in Gündelhart erwähnt. 1572 wurde Gündelhart aus der Herrschaft Liebenfels herausgelöst und bildete eine eigene Gerichtsherrschaft. Von 1622 bis 1798 gehörte das Niedergericht mit dem von 1645 bis 1646 erbauten Schloss mehrheitlich der Familie von Beroldingen. Die südlich von Steckborn auf dem Seerücken gelegenen Weiler Gündelhart und Hörhausen bildeten von 1803 bis 1998 eine Ortsgemeinde der Munizipalgemeinde Steckborn.

Gündelhart lag ursprünglich in der Pfarrei Pfyn. Seit 1523 besteht im Ort eine eigene Pfarrei. 1869 kam Hörhausen von Pfyn zu Gündelhart. Nach der Reformation 1528/1529 setzte der Gerichtsherr 1531 die Rückkehr zum katholischen Glauben durch. Im 19. Jahrhundert lösten Viehzucht, Milchwirtschaft und Obstbau den Reb- und Ackerbau ab. Um 1891 wurde die erste Viehzuchtgenossenschaft gegründet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderten sich mit der Einwanderung von Berner Bauernfamilien die konfessionellen Verhältnisse, während die bäuerlich-gewerbliche Erwerbsstruktur bis in die Gegenwart erhalten blieb. Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zur ländlichen Wohnsiedlung. Seit 1999 ist Gündelhart Teil der politischen Gemeinde Homburg TG.

Gündelhart
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